Mobbing schadet sowohl dem Opfer als auch den Tätern.

Decorative-Line-Gold-PNG-ImageAls Kind Mobbingopfer zu sein, erhöht das Risiko für eine Psychose im Erwachsenenalter. Das gilt nicht nur für das Opfer, sondern auch für die Täter, wie in einer Studie festgestellt wurde. Mobbing ist etwas schreckliches und geht direkt ins Herz.

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Als ich etwa 13 Jahre alt war, durchlief ich eine harte und intensive Zeit. Ich wurde gemobbt. Es war der Übergang von der Grundschule zur Oberstufe, der natürlich viele Veränderungen mit sich brachte. Aufgrund einer Infektion, die mich zwang, drei Wochen in einem Krankenhaus zu verbringen, verzögerte sich mein Schuleintritt. Es war schon schwierig genug den Lernstoff aufzuholen. Der Lehrer stellte sehr hohe Ansprüche und so gab es täglich so viele Hausaufgaben, dass ich als langsamer Schüler damit einfach nicht umgehen konnte. Es entstand viel Druck in der Klasse. Da offensichtlich war, dass mir alles zu viel war, wurde ich kurz gesagt, für einige Schüler zum Ventil für ihre eigene Überforderung.

Vom Lehrer unter Druck gesetzt und von den Klassenkameraden gemobbt zu werden, führte zum ersten Mal in meinem Leben zu Suizidgedanken. Die Dinge begannen, eine andere Richtung einzuschlagen, als ich dies ausdrückte, indem ich meiner Mutter einen Strick zeigte und sagte, dass ich mich selbst aufhängen würde. Nach einer schmerzhaften Zeit und viel hin und her durfte ich eine andere Schule besuchen. Ich fing langsam an, mich gut in die neue Klasse einzufügen. Die Suizidgedanken blieben jedoch noch lange, weit über zehn Jahre. Ja, und ich habe mehrere psychotische Episoden im Erwachsenenalter erlebt. Bevor ich von der im Link erwähnten Studie gehört habe, ist mir nie in den Sinn gekommen, dass es einen Zusammenhang mit dem Mobbing geben könnte.

 

Mobbing im Kindesalter erhöht das
Risiko einer Psychose im Erwachsenenalter.

 

In der Tat denke ich, dass dies nicht allein für meine psychische Erkrankung verantwortlich gemacht werden kann. Aber ich erkenne es als eine der Ursachen. Deshalb möchte ich das Bewusstsein für dieses Thema schärfen. Es hat lange gedauert, bis ich denjenigen vergeben habe, die mich schikaniert oder zu der Situation beigetragen haben. Da ich vergeben habe, konnte ich den unterdrückten Zorn loslassen und der Heilungsprozess nimmt weiter seinen Lauf.

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